Hecke/​Rauter/​Thöricht

Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt sich das Duo Hecke/ Rauter, bestehend aus Alisa Hecke und Julian Rauter, in Installationen, Langzeit-Performances und Theaterinszenierungen mit dem Thema Tierpräparation. Dazu haben sie bereits zahlreiche Interviews mit Präparator*innen und Wissenschaftler*innen geführt und diese Recherchen als Grundlage für ihre künstlerischen Arbeiten genutzt. An der Praxis des Berufsfelds der Taxidermie und den entstehenden Artefakten lässt sich einiges ablesen: In ein Präparat schreibt sich schließlich immer auch die sich wandelnde Beziehung des Menschen zum Tier ein – sei es zum Wild- oder Haustier – und ebenso die Art, wie es erinnert werden soll. Im Hinblick auf das zunehmende Artensterben kommt diesen Objekten als Mittel der Naturgeschichtsschreibung eine besondere Rolle zu, während mehr und mehr Privatpersonen sich auch ihre geliebten Haustiere als Präparate für die Ewigkeit konservieren lassen möchten.

Für ihr Projekt Der lange Abschied im Rahmen des Ruhr Ding: Klima arbeiten Hecke/ Rauter mit dem Szenografen Franz Thöricht zusammen. Für einen 1950er-Jahre-Kiosk in Gelsenkirchen entwickelt das Trio eine audiovisuelle Installation, für die sie zuvor neues Recherchematerial im Ruhrgebiet sammelten.

Alisa Hecke und Julian Rauter leben und arbeiten in Berlin und Leipzig. Franz Thöricht lebt in Berlin.

Hecke / Rauter / Thöricht
Hecke / Rauter / Thöricht Wandersalon ©

Wandersalon mit Hecke/Rauter

Im Wandersalon #29 sprechen Alisa Hecke und Julian Rauter anlässlich ihrer audiovisuellen Installation Der lange Abschied.

Der lange Abschied c Daniel Sadrowski 1953 Projekt ©

Der lange Abschied

In der audiovisuellen Installation beschäftigen sich Alisa Hecke und Julian Rauter mit der Praxis der Taxidermie und entwerfen mit dem Szenographen Franz Thöricht einen Andachts- und Erinnerungsraum.