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Landscapes of
an Ongoing Past

© Henning Rogge
Adresse
Salzlager, UNESCO-Welterbe Zollverein
Heinrich-Imig-Straße 11
45141 Essen
Barrierefreiheit
Erst durch die menschliche Perspektive wird die Natur eine Landschaft, in die sich Bedeutungen einschreiben. Vergangene Ereignisse wirken darin fort, Landschaften können Erinnerungen, Ängste oder Sehnsüchte verkörpern.
Seit 2001 ist im ehemaligen Salzlager der Kokerei Zollverein The Palace of Projects des international bekannten Künstlerpaars Ilya & Emilia Kabakov installiert. In loser Korrespondenz dazu zeigt die Ausstellung Landscapes of an Ongoing Past historische und zeitgenössische Arbeiten von Künstler*innen aus dem ehemals sozialistischen Osten Europas, die den Blick auf werdende und vergehende Landschaften werfen. Sie gehen Fragen von handwerklicher und industrieller Produktion nach, erkunden Spuren nicht verwirklichter Utopien oder reflektieren das Verhältnis zwischen Architektur und Natur. Mit dem Werk des Vertreters der ukrainischen Avantgarde Fedir Tetianych († 2007 in Kyjiw) thematisiert die Ausstellung nicht nur die Bedingungen künstlerischer Produktion zur Zeit der Sowjetunion, sondern stellt The Palace of Projects auch einen weiteren historischen Entwurf für eine futuristische Utopie zur Seite.
Mit Blick auf die postindustriellen Landschaften des Ruhrgebiets erforscht Landscapes of an Ongoing Past mit allen Mitteln der Kunst – mal verführerisch, mal verstörend – den Zustand der Gegenwart zwischen Zerfall und Hoffnung.
Eine von Urbane Künste Ruhr in Kooperation mit der Stiftung Zollverein für das Salzlager konzipierte Ausstellung zur Ruhrtriennale 2024. The Palace of Projects ist Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur und als Dauerleihgabe im Besitz der Stiftung Zollverein.
Videos
Künstler*innen

© Sergey Illin
Zhanna Kadyrova
Zhanna Kadyrova (*1981 in Brovary, Ukraine) arbeitet seit 20 Jahren im Bereich Skulptur und zählt derzeit zu den bekanntesten künstlerischen Positionen aus der Ukraine.

© Daniel Sadrowski
Yuri Yefanov
Yuri Yefanov (*1990) ist ein Künstler und Filmemacher aus der Ukraine, der in seinen Arbeiten computergenerierte Bilder und Spielsimulationen verwendet und so eine neue Welt im Digitalen erschafft.

© Uli Golub
Uli Golub
Uli Golubs (*1990 in Charkiw, Ukraine) künstlerische Praxis umfasst Video, Installation, Performance, Fotografie und Mixed-Media-Collagen. Die Basis ihrer Arbeit bildet das Geschichtenerzählen.

© Roberto Ruiz
Tekla Aslanishvili
In ihrer Praxis beobachtet Tekla Aslanishvili durch die Linse von groß angelegten Infrastrukturprojekten die sich verändernden Beziehungen zwischen Regierungen, Menschen und ihren Territorien.

© KLEMMS Berlin
Sven Johne
In seinen Text-, Foto und Video-Arbeiten kombiniert Sven Johne historische Recherchen und fiktionale Erzählungen und beschäftigt sich mit postsozialistischen Biografien.

© ruїns collective
ruїns collective
Das ruїns collective wurde 2017 von Oleg Isakov, Elias Parvulesco und Teta Tsybulnyk in Kyjiw gegründet und realisiert Projekte im Bereich Film und bildende Kunst.

© Tekla Basishvili
Nino Kvrivishvili
Nino Kvrivishvili reflektiert in ihrer künstlerischen Arbeit die Geschichten der Textilproduktion Georgiens, die zu Sowjetunion-Zeiten einen zentralen Industriezweig darstellte.

© Taras Grytsiuk
Nikita Kadan
Nikita Kadan (*1982 in Kyjiw, Ukraine) arbeitet mit Malerei, Grafik und Installation, oft in Zusammenarbeit mit Architekt*innen, Soziolog*innen und Menschenrechtsaktivist*innen.

© Frederike Wetzels
Marta Dyachenko
Marta Dyachenko arbeitet in ihren Installationen häufig mit modellhaften Skulpturen in der Landschaft. Dabei spielt die Beschäftigung mit dem Verhältnis von Natur und Mensch eine übergeordnete Rolle.

© Jannis Uffrecht
Jana Gunstheimer
Jana Gunstheimer (*1974 in Zwickau) fügt in ihrer künstlerischen Praxis häufig Zeichnungen, Malerei und Objekte zu komplexen Gesamtinstallationen zusammen.

© Familie Tetianych
Fedir Tetianych
Der sowjetukrainischen Künstler Fedir Tetianych war ein Visionär, der durch die Erkenntnisse der Weltraumforschung und den Flug des Kosmonauten Juri Gagarin ins Weltall im Jahr 1961 inspiriert wurde.

© Visvaldas Morkevicius
Emilija Škarnulytė
Emilija Škarnulytės zwischen Dokumentation und spekulativer Fiktion angesiedelten Videoarbeiten führen durch stillgelegte Kernkraftwerke, Tiefsee-Datenspeicher und unheimliche Naturphänomene.

© Fabrizio Spucches
Driant Zeneli
Driant Zeneli (*1983 in Shkoder, Albanien) verwebt in seinen Filmen und skulpturalen Videoinstallationen Darstellungen von Macht, Wissenschaft, Mythologie und Märchen mit individuellen Erzählungen.

© Kateryna Turenko
Dana Kavelina
In ihrer Praxis befasst sich Dana Kavelina häufig mit militärischer Gewalt und Krieg, historischen und individuellen Traumata, Erinnerung und kritischen Lesarten des historischen Kanons.

© Mladen Penev
Borjana Ventzislavova
Die in Sofia (Bulgarien) geborene und in Wien lebende Künstlerin Borjana Ventzislavova arbeitet mit Video, Film, Fotografie, Installationen und zeigt ihre Arbeiten oft im öffentlichen Raum.

© Mira Turba
Anna Daučíková
Anna Daučíková lebt und arbeitet in Prag. In ihrer Arbeit verbindet sie Malerei, Fotografie, Video und Performance und setzt sich mit Fragen nach Autorschaft, Gender und Sexualität auseinander.