Julia Lübbecke

Julia Lübbecke (*1989 in Gießen) studierte an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen, an der UMPRUM – Academy of Arts, Architecture and Design in Prag und der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Ihre transdisziplinäre Praxis umfasst skulpturale Installationen, Fotografie, Text sowie Video und performativen Elemente. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit dem Zusammenhang von Körper und Institution. Anhand dieser Verbindung untersucht sie dominante Ordnungsstrukturen und arbeitet an Prozessen, um diese brüchig werden zu lassen. Dabei interessiert sie insbesondere das Potential von Affekten wie Begehren oder Unbehagen, welche als Schwerpunkte ihrer subjektiven Archive dienen. Mit diesem Begriff beschreibt sie Ihre eigene Praxis des Sammelns und Anlegens, die darauf abzielt, anstelle von Klassifizierungen und Kategorisierungen eine ephemere Methode der Teilhabe und Erinnerung von Wissen zu entwickeln.

Ihre Arbeiten wurden international in der Galerie im Turm in Berlin, im Kunstverein Hildesheim (DE), im IKOB Museum für Zeitgenössische Kunst in Eupen (BE), der Vunu Gallery in Košice (SK) und auf dem Rencontres d’Arles gezeigt. Zudem ist sie eine der Preisträger*innen des IKOB Kunstpreis für feministische Kunst (2019) und war Teilnehmerin des Goldrausch Künstlerinnenprojekts (2020). Sie ist Teil des Kollektivs Law of Life.

Julia Lübbecke ist von Okt—Dez 2021 Residentin im Haus der Geschichte in Bochum.

UKR Julia Lübbecke 2021 c Daniel Sadrowski 5422