Melanie Manchot

Melanie Manchot ist eine in London lebende bildende Künstlerin, die mit Fotografie, Film und Video im Rahmen einer performativen und partizipatorischen Praxis arbeitet. Ihre Projekte reagieren auf bestimmte Orte und öffentliche Räume sowie auf Gruppen und Gemeinschaften und erforschen dabei die Konstruktion individueller und kollektiver Identitäten. Standortbasierte Forschung und Rekonstruktion sind wiederkehrende Methoden und Strategien, die sowohl inhaltliche als auch visuelle Rahmenbedingungen für die Produktion von Projekten vermitteln. Bewegtbild-Arbeiten, sowohl Single-Screen- als auch Mehrkanal-Installationen, operieren an der Schnittstelle von dokumentarischen und inszenierten Ereignissen. Sie bilden eine nachhaltige Untersuchung darüber, wie Fakten und Fiktionen, reine Beobachtung und narrative Strategien künstlerische Mittel sind, um über Identität und unseren Platz in einer zunehmend medialisierten Welt zu sprechen.

Manchot ist derzeit in der Produktionsphase ihres ersten Spielfilms, der von der Liverpool Biennale beauftragt wurde. Ihre Arbeit befindet sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen und wurde zuletzt in einer großen Ausstellung im Museum MAC/VAL (Paris) gezeigt. Zu ihren Einzelausstellungen zählen außerdem unter anderem Alpine Diskomis bei Parafin (London, 2022), Black Snow White Out im Museum Lumen (Italien, 2021), Mountainworks (Montafon) bei InnSitu (Österreich, 2019) oder fig-2 im ICA (London, 2015).

Portrait M Manchot Studio V4
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Melanie Manchot

Im Rahmen des Wandersalon #34 gibt Melanie Manchot Einblicke in ihr aktuelles Filmprojekt, das für das Ruhr Ding: Schlaf entsteht.