„Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr“ — Jahrgang 2020/​21

UKR artists in residence Gruppenbilder 2021 c Daniel Sadrowski 5319

Für den Jahrgang 2020/2021 rücken Künstler*innen in den Fokus, die sich in ihrer Arbeit im weitesten Sinne mit den Themen „Klima“ und „Schlaf“ auseinandersetzen, den thematischen Klammern des Ruhr Ding 2021 bzw. 2022.

Urbane Künste Ruhr initiiert seit 2018 unter der künstlerischen Leitung von Britta Peters das Residenzprogramm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr für internationale Künstler*innen im Ruhrgebiet. Die in der Regel drei- oder zwölfmonatigen Aufenthalte werden zunächst unabhängig von konkreten Projektvorschlägen vergeben und ermöglichen es den Künstler*innen die Region kennenzulernen, diese Erfahrungen in ihre bisherige Arbeit einfließen zu lassen oder daraus neue Ideen zu entwickeln. Alle Kandidat*innen für das dezentrale Residenzprogramm werden über ein Vorschlagsverfahren oder in Ausnahmefällen über eine offene Ausschreibung ausgewählt.

Erstmals in 2021 haben das Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum und der Halfmannshof in Gelsenkirchen ihre Türen für Künstler*innen geöffnet, die vor Ort die jeweils spezifischen digitalen oder inhaltlichen Recherchemöglichkeiten für ihre Arbeit nutzen wollen. Bereits seit Beginn des Programms bestehen Kooperationen mit den KunstVereinenRuhr, einem Zusammenschluss verschiedener Kunstvereine und Künstlerhäuser in der Region, sowie dem Ringlokschuppen Ruhr und dem Makroscope – Zentrum für Kunst und Technik in Mülheim an der Ruhr.

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Adriana Arroyo

Adriana Arroyos Arbeiten referieren auf geologische Aktivitäten, um mögliche Beziehungen zwischen der Bewegung der Erde, der Politik und der Zerbrechlichkeit von Körper und Geist aufzuzeigen.

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Jessica Arseneau

Jessica Arseneau erforscht die Art und Weise, wie die menschliche Wahrnehmung und Subjektivität durch soziale Codes, die Kultur der Beschleunigung und den technologischen Fortschritt geprägt wird.

UKR Yuki Jungesblut 2021 c Daniel Sadrowski 5720 Künstler*in ©

Yuki Jungesblut

Yuki Jungesblut bewegt sich in dem Spannungsfeld von Raumerkundung, Medienreflexion, Modellkonstruktionen und Alltagsbezug und artikuliert eine poetische und verschrobene Sicht der Dinge.

UKR Guy Königstein 1 2021 c Daniel Sadrowski 5327 Künstler*in ©

Guy Königstein

In seinen jüngsten Projekten erforscht Guy Königstein die verschiedenen Arten, wie wir die Vergangenheit in der Gegenwart leben, durch Praktiken des Gedenkens, der Archivierung oder der Archäologie.

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Laura Leppert

Laura Leppert arbeitet mit Film, Installation und Text. Ihre Installationen und filmischen Räume sind fragmentarisch konstruiert und befinden sich ständig in Bewegung.

UKR Julia Lübbecke 2021 c Daniel Sadrowski 5422 Künstler*in ©

Julia Lübbecke

In ihren Arbeiten beschäftigt sich Julia Lübbecke mit dem Zusammenhang von Körper und Institution, anhand dessen sie sie dominante Ordnungsstrukturen untersucht und diese brüchig werden lässt.

Nicoleta Moise 2021 c Roland Baege 1 Künstler*in ©

Nicoleta Moise

Nicoleta Moise arbeitet als bildende Künstlerin, Autorin und Forscherin mit verschiedenen Medien, insbesondere in der Kombination von Fotografie, Video und Performance.

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Vanessa Nica Mueller

In ihren Filmen beschäftigt sich Vanessa Nica Mueller mit Fragen nach Erinnerung, dem Mensch im Verhältnis zum urbanen Raum und der Natur, dem Unheimlichen und der Konstruktion innerer Zustände.

UKR David Reiber Otálora 2 2021 c Daniel Sadrowski 5650 Künstler*in ©

David Reiber Otálora

In seinen filmischen wie auch bildhauerischen Arbeiten befasst sich David Reiber Otálora mit Exotismen und kolonialen Repräsentationen des sogenannten Anderen.

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Kristina Paustian

Kristina Paustian untersucht in ihren Arbeiten kulturanthropologische und sozialpolitische Themen. In filmischen Bildern beschäftigt sie sich mit den Themen Umbruchszeit und technische Utopien.

Nadine Rangosch 2021 c Roland Baege 6 Künstler*in ©

Nadine Rangosch

Natur- und Bildwissenschaften sowie mythologische Narrative bilden die Grundlage für das Vokabular von Nadine Rangosch, welches abstrakte Konzepte in räumliche Konstellationen übersetzt.

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Thomas Taube

Mit mehrkanaligen Installationen, assoziativen, reflektierenden und surrealen Sequenzen arbeitet Taube gegen konventionelle kinematografische Codes.

Viron Erol Vert 2021 c Roland Baege 2 Künstler*in ©

Viron Erol Vert

In seiner künstlerischen Praxis hinterfragt Viron Erol Vert Identitätskonstruktionen. Dabei spielt seine Affinität zu verschiedenen Aspekten und Sichtweisen des Eigenen und Fremden eine große Rolle.